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13.08.09

Viven Volk scheint das Rennpech sprich-wörtlich an den Reifen zu kleben

Rubrik: Aktuelles

 

Oschersleben. Für Vivien Volk war das Rennwochenende in der Magdeburger Börde ein Wochenende voller großer und kleiner Katastrophen. Ein Crash im Qualifying zum Rennen 1 und die harte Gangart ihrer Kontrahenten machten ihr das Rennfahrerleben richtig schwer.

Für die junge Speyrerin war dieses Wochenende bei den Läufen 5 und 6 zum ADAC Volkswagen Polo Cup ein echtes „Wochenende zum Vergessen“ – leider wieder einmal.

Irgendwie will es nicht so richtig vorwärts gehen: „Ich glaube, mir wird es nicht gegönnt“, sagte Vivien Volk enttäuscht nach dem Rennen am Sonntag.
Nach einem 20. Platz im Zeittraining war die Stimmung eigentlich noch recht gut für das erste und zweite Zeittraining am Samstagnachmittag.

Unter trockenen und warmen Bedingungen ging es dann am Samstagabend um die besten Startpositionen. Und zunächst kam Vivien Volk auch gut voran… Im ersten Abschnitt befand sie sich bereits in Reichweite der Top 10 und entschloss sich dann, den Reifendruck zu verändern, was der jungen Rennfahrerin zum Verhängnis werden sollte. „In den ersten 20 Minuten des ersten Zeittrainings lief es richtig gut … Ich war auf jeden Fall in der Reichweite der TOP 10, so Platz 11. Ich bin dann an die Boxen und habe den Reifendruck nach unten verändern lassen … Vielleicht ein Fehler, denn in der zweiten Runde bin ich Ausgangs der Mc-Donalds-Schikane abgeflogen. Ich konnte meinen Polo gerade noch so abfangen, dass ich nicht frontal in die Reifenstapel eingeschlagen bin!“, so Vivien Volk nach dem ersten Zeittraining. Der Polo war arg beschädigt, so dass sie nicht am zweiten Zeittraining teilnehmen konnte und zu allem Übel bestanden auch noch berechtigte Zweifel, ob sie überhaupt am ersten Rennen am Samstagabend hätte starten können. Doch die Mechaniker rund um das Betreuerteam von ABT Sportsline, die für die Vorbereitung der Fahrzeuge zuständig sind, gab im wahrsten Sinne des Wortes hier „Vollgas“! „Ich kann einfach nur Danke an die Truppe sagen, dass sie meinen roten Polo für das erste Rennen wieder so hinbekommen haben, dass ich starten konnte!“, bedankte sich Vivien Volk.

Der Start zum ersten Rennen von Platz 14 am Wochenende misslang der jungen Speyrerin dann ein wenig, so dass sie zu kämpfen hatte. Ihre Mitstreiter machten es nun wirklich nicht einfach. Erst fuhr ihr ihre Kontrahentin Sandra Oscarsson mit Wucht ins Heck und dann kam noch ein anderer Mitstreiter, der Vivien Volk ebenfalls am linken Vorderrad traf … Ergebnis: Spurstange krumm! Doch Vivien Volk rettete im ersten Rennen dennoch Platz 20, was für das Punktekonto in der Meisterschaft magere 2 Punkte ausmachte.

So blieb nur der Blick mit Zuversicht auf das Rennen Nr. 6 am Wochenende, das am Sonntagmittag startete. Doch die Motivation viel schwer, sehr schwer, denn Vivien Volk musste aufgrund ihres Crashs im ersten Zeittraining und der daraus resultierenden „Nichtteilnahme“ am zweiten Zeittraining von ganz hinten, hieß Platz 29 starten.

Für das Rennen der jungen Speyrerin wahrlich alles andere als motivierend. Doch Vivien Volk gibt nicht auf. Und schon in den ersten Runden machte sie 9 Plätze gut. Gerade nach Vorne gekämpft, kamen aber die jungen wilden Kontrahenten auf den Plan, die Vivien Volk nicht gerade „Gentlemenlike“ direkt ins Kiesbett schoben. „Es war ein hartes Rennen. Ich hatte mich gerade nach vorne gekämpft und wir waren in einem ‚Dreier-Pulk’ … Nur gab’s hier keinen Weg vorbei, ohne das der gesamte Pulk abgeflogen wäre … Deshalb hab ich erst einmal abgewartet!“, so Vivien Volk … Der Kontrahent hinter hier betrachtete dies wohl als Einladung, die „Lady“ von der Strecke zu befördern.

So beendete die junge Speyrerin das Rennen auf einem enttäuschenden 25. Platz. „Ehrlich, so hab ich mir das Wochenende nicht vorgestellt“, so Vivien Volk enttäuscht.

Das nächste Rennen im ADAC Volkswagen Polo Cup findet in gut 14 Tagen auf dem legendären Nürburgring im neuen Gewandt statt. Als Rheinland-Pfälzerin zählt Vivien Volk – neben dem Hockenheimring – auch den Nürburgring als ihre „Heimstrecke“.

Auf ein Wiedersehen am Wochenende vom 14. bis 16. August 2009 mit hoffentlich besserem Ergebnis!!



Fotos und Text: Natascha Theisen, Redaktionsbüro Theisen


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