Endlich wieder im Cockpit
Rubrik: Aktuelles, PresseAm Dienstag ist es endlich soweit: Vivien Volk sitzt zum ersten Mal in diesem Jahr wieder im Cockpit ihres Renn-Polos. Bis Donnerstag testet die Rennfahrerin aus Speyer auf der Heimstrecke von Volkswagen, der Motorsport Arena in Oschersleben.
„Ich kann es kaum noch erwarten. Es kribbelt schon in den Fingern“, sagt Volk. Über fünf Stunden stehen ihr am Mittwoch und Donnerstag auf der Rundstrecke zur Verfügung, bereits am Dienstagabend wird der Schalensitz angepasst.
Neben der Zeit auf der 3,7 Kilometer langen Rundstrecke werden die Nachwuchssportler in Theorie geschult und erhalten ein „Medientraining“. Für Vivien Volk ist das nicht mehr neu, im vergangenen Jahr stand sie oft im Mittelpunkt des Interesses – als einzige Frau im Fahrerfeld kein Wunder. „Als Neuling war es irgendwie anders“, meint Volk. Jetzt ist sie für die Neuen ein „alter Hase“.
Die Testkilometer liefern auch erste vergleichbare Daten über die einzelnen Rennfahrer des VW-Polo-Cups. „Ich kann mich und die Konkurrenz dann besser einschätzen“, teilt die Sportlerin vom AC Speyer mit. In Oschersleben will sie eine Duftmarke setzen und gleichzeitig die Mitbewerber beurteilen lernen. Ungeachtet der Ergebnisse ihrer Konkurrenten hat sie sich ihr Ziel für diese Saison aber schon gesetzt: „Ich will in die Top Ten fahren.“ Ein ehrgeiziges, aber durchaus erreichbares Ziel für die schnelle Speyererin.
Am meisten freut sie sich auf die Zeit am Steuer ihres 150-PS-Renners. Seit Ende Januar besteht für die Piloten der Nachwuchsserie, die im Rahmen der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft (DTM) startet, Testverbot. Fünf Wochen vor dem Saisonauftakt in Hockenheim sind die in Oschersleben gewonnenen Daten deshalb umso wichtiger; nur so lässt sich erkennen, wie sich die Rennfahrerin vom AC Speyer und MC Hassloch entwickelt und wo noch Potenzial ist.
An die Strecke in Oschersleben hat die angehende Erzieherin allerdings keine guten Erinnerungen: In der vergangenen Saison hatte sie dort ihren ersten und einzigen Totalausfall. Doch davon lässt sie sich nicht beeinflussen. „Es geht um eine optimale Vorbereitung für dieses Jahr“, verdeutlicht Volk ihre Ambitionen, nach dem fünften Rang der Rookie-Wertung von 2008 durchzustarten.
Gemeinsam mit Vater Reiner als Mechaniker und Ratgeber reist sie am Dienstagvormittag im eigens dafür von Volks Partner, dem Seat-Autohaus Kobia in Sinsheim, zur Verfügung gestellten Wagen 500 Kilometer in den Norden nach Oschersleben. „Ich bin ganz froh, dass es endlich ins Auto geht. Für die zwei Tage will ich mich voll auf die Testfahrten konzentrieren“, betont Vivien Volk.












