Jetzt ist die Saison endgültig um
Rubrik: Aktuelles, PresseSeit Ende Oktober schweigen die Motoren, doch richtig zu Ende war für Vivien Volk die Saison erst vor kurzem: Auf der Motorsportparty des ADAC Pfalz in der Salierhalle in Bad Dürkheim wurde die 18-Jährige für ihre erste Saison im VW-Polo-Cup ausgezeichnet. Nur 0,3 Punkte hinter der Drittplatzierten reihte sich die Speyererin in der „Pfalzmeisterschaft im Rundstrecken- und Bergrennsport“ auf Position vier ein. Trotzdem war die Nachwuchsfahrerin mit ihrem ersten Jahr im Rennpolo zufrieden.
„Natürlich wäre mir ein Platz auf dem Treppchen lieber gewesen, vor allem wenn man den geringen Abstand zu Bronze sieht“, sagt Vivien Volk. Dennoch bewertet sie ihr Abschneiden in der Landeskonkurrenz als positiv. Während der Saison habe sie zwar regelmäßig die Ergebnislisten eingeschickt, sich aber nicht über den Zwischenstand informiert. „Ich habe mehr an die Wertung in meiner Rennserie gedacht“, berichtet die Motorsportlerin vom AC Speyer.
Unter elf älteren – und deswegen auch erfahrenen – Teilnehmern wurde sie Vierte. „Und das gleich in meiner ersten Saison, in der ich eigentlich nur Erfahrung sammeln wollte.“ Der fünfte Platz in der Rookie-Wertung spricht aber auch dafür, dass Volk neben Erfahrung auch Erfolge einfuhr.
In Bad Dürkheim wurde Volk nicht nur einem Pokal und Blumen geehrt: Zusammen mit ADAC-Sportleiter Friedhelm Kissel, dem Leiter der Motorsportabteilung des ADAC Pfalz, Helmut Rotzal und Gerhard Nickolay, Vize-Chef des ADAC Pfalz überreichte sie im ersten Teil der Siegerehrung Preise. „Ich sollte auch den zweiten Teil mitgestalten, aber da wurde ich selbst geehrt“, meint Volk. „Mit der Hilfe bei der Preisverleihung kann ich etwas an den ADAC, die mich in diesem Jahr sehr unterstützt haben, zurückgeben.“
Überhaupt war die 18-Jährige in ihrer ersten Saison viel gefragt. Schon für die Präsentation der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft (DTM), in deren Rahmen der Polo-Cup stattfindet, wurde sie nach Düsseldorf eingeladen. Auch bei der DTM-Pressekonferenz vor dem ersten Rennen am Hockenheimring vertrat sie ihre Serie vor laufenden Kameras.
„Ich war komplett überrumpelt. Zeitung und Fernsehen interessierten sich auf einmal für mich, das war für mich neu“, erzählt Volk. Vor Jahren habe sie an der Bande gestanden und ihre Idole um ein Autogramm gebeten, jetzt ist ihre Unterschrift begehrt. „Man gewöhnt sich schon dran“, sagt sie grinsend. Im Umgang mit den Medien habe sie im vergangenen Jahr einiges gelernt. „Das konnte ich nur mit Hilfe vieler Unterstützer schaffen“, bedankt sich Volk.
Bei der Motorsportparty wurde die Rennfahrerin zum dritten Mal geehrt: „Es ist immer ein Höhepunkt. Die Musik und viele Bekannte, es hat Spaß gemacht“, teilt Vivien Volk mit. „Jetzt ist die Saison endgültig um.“
Kommende Woche beginnt mit der offiziellen Einschreibung für die Serie ihre zweite Saison im Cockpit des schwarzen 150-PS-Renners. Eine zweitägige Einführung und ein Fitness-Camp stehen auch noch bis zum Auftakt vom 15. bis 17. Mai auf dem Hockenheimring an. „Ich freue mich auf Hockenheim. Es ist quasi mein Heimrennen, nicht nur wegen der Strecke“, betont Volk. Die vielen Bekannten tragen ebenfalls zur „heimeligen“ Atmosphäre bei. „Es wächst alles zusammen.“















