Vivien Volk fegt durch das Feld
Rubrik: AktuellesMotorsport: 20-Jährige beeindruckt Konkurrenz auf dem Hockenheimring Hockenheim. „Das war das beste Rennen, das ich seit Jahren von meiner Tochter gesehen habe", war Reiner Volk völlig begeistert von der Leistung, die Vivien Volk am Sonntag auf dem Hockenheimring gezeigt hat.
Als die 20-Jährige aus Speyer bei der Deutschen Amateur-Rundstreckenmeisterschaft mit ihrem Ford Fiesta vom 31. auf den zehnten Platz vorgefahren war, warteten Teamchefs und Mechaniker von anderen Fahrern an ihrer Box. „Die wollten sehen, ob wirklich Vivien im Auto saß, berichtete ihr Vater vom ungläubigen Staunen der Konkurrenz. Die Rennfahrerin selbst war von ihrem Ergebnis auch völlig begeistert.
Dabei hatte der Tag für die Speyererin nicht gut begonnen: Das Freie Training war bei strömendem Regen mehr eine „Rumrutscherei", wie Reiner Volk es ausdrückte. Die Bedingungen beim Zeittraining waren dann etwas besser, mit Startplatz 31 war Vivien Volk aber nicht zufrieden. „Ich hatte mir mehr erhofft und war schon ein bisschen frustriert", sagte sie im RHEINPFALZ-Gespräch. Insgesamt gingen 49 Fahrzeuge aus allen Klassen an den Start, zwölf Wagen nahmen in Volks Klasse bis 1800 Kubikzentimeter teil, hier war sie Achtbeste im Zeittraining. Allerdings fuhr sie laut Reiner Volk das leistungsschwächste Auto in ihrer Klasse und war auch die einzige Frau.
Für das Rennen hatte die 20-Jährige sich dann vorgenommen, einfach Vollgas zu geben, wie sie sagte. Als es losging, war die Strecke noch leicht feucht, die Fahrzeuge konnten allerdings schon mit Slicks auf die Piste gehen. Volk begann direkt in den ersten Runden damit, die ersten Konkurrenten zu überholen. Schnell habe sie gemerkt, dass sie gut drauf war: „Wenn man so viele Autos hinter sich lässt, gibt einem das natürlich noch einen extra Adrenalinstoß", schilderte sie den Rennverlauf. Am Ende des ersten Durchganges hatte sie sich bis auf Platz 20 im Gesamtfeld und Rang fünf in ihrer Klasse vorgearbeitet. Weitere Motivation fand sie im Gespräch mit ihrer Mutter, wie sie erzählte. Und es wirkte: Im zweiten Rennen steigerte sie sich sogar noch mal. „Sie hat einen super Start gehabt und ist Runde für Runde schneller gefahren", berichtete ihr stolzer Vater. Sie sei im zweiten Lauf pro Runde sechs bis sieben Sekunden schneller gewesen als im ersten Durchgang. Kurz vor dem Ziel habe sie noch ein leistungsstärkeres Fahrzeug überholt, sodass am Ende Rang zehn im Gesamtfeld und Platz drei in ihrer Klasse stand.
Wie ihr Vater weiter mitteilte, bietet die 20-Jährige ab sofort auch offiziell für den Hockenheimring Renntaxifahrten auf der Strecke an. (snf)












