Vivien Volk: Einzelansicht

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05.06.2013

Zum Jubiläum auf die Hausstrecke

Kategorie: Aktuelles, Presse, Top News

Vivien Volk (23) ist zwar in der DMV Touring Car Challenge (TCC) noch ein Neuling, auf der Rennstrecke jedoch schon lange zu Hause. Am 15. Juni feiert die examinierte Erzieherin ihr zehnjähriges Rennstreckenjubiläum – pünktlich zum vierten Rennen der Serie. Auf ihrer Hausstrecke in Hockenheim will sie nicht nur das Jubiläum, sondern auch zwei Podestplätze feiern.

Ich hoffe auf meinen Heimvorteil und mein ganzes fahrerisches Geschick

Vivien Volk nach ihrem ersten großen Erfolg in der DMV TCC: Beim zweiten Lauf des ersten Rennens fuhr die 23jährige Erzieherin aufs Podium. „Damals hatte ich reichlich Glück – doch darauf will und kann ich nicht bauen. Ich hoffe auf meinen Heimvorteil und mein ganzes fahrerisches Geschick“, so Vivien vor ihrem zweiten Rennen der Saison.

400 PS aus zwei Liter Hubraum

Mit fast 400 PS aus zwei Liter Hubraum will Vivien Volk in der DMV TCC erneut das Podium erklimmen. In der Klasse kein leichtes Unterfangen: Die Gegner sind stark und schnell, doch Vivien weiß sich in der männerdominierten Rennsportwelt zu behaupten.

Wenn am 15. Juni die Motoren auf dem Hockenheimring zum vierten Lauf gestartet werden, ist es exakt zehn Jahre her, dass die heute 22jähige Vivien Volk erstmals an einem Rennen teilnahm. Damals startete sie in der deutschen Kartslalom-Meisterschaft und wurde am Ende mit ein paar PS und rund 100 cm³ 22. der Gesamtwertung. Heute geht sie mit zwei Litern Hubraum und nahezu 400 PS ins Rennen und freut sich noch immer unbändig auf jeden Rennkilometer. „Leider“, erklärt die heute in Stuttgart lebende Vivien, „sind wir in diesem Jahr erst bei einem Rennen gestartet. Grund war eine kurzfristige Absage von Sponsoren, die fest zugesagt hatten und mit deren Engagement wir die gesamte Saison hätten fahren können. Aber auch gesundheitliche Probleme meines Vaters und Teamchefs haben uns die Zwangspause aufgebrummt.“ Während sich der Teamchef erholt hat und völlig genesen ist, lassen weitere Sponsoren noch immer auf sich warten. Rainer Volk erklärt: „Statt langfristiger Planung müssen wir uns jetzt von Rennen zu Rennen hangeln. Kein schönes Gefühl, zumal es sehr schwer ist, mitten in der Saison Sponsoren zu finden.“ Aber, so ergänzen beide, es gäbe auch Gönner, die dem kleinen Privatteam schon seit Gründung zur Seiten stehen. „Und mit denen feiern wir am Hockenheimring das zehnjährige Jubiläum!“
Nachdem das Heimrennen für die gebürtige Speyerin wenigstens finanziell unter Dach und Fach ist, will sie auch angreifen. Es sei sehr schwer in ihrer Klasse aufs Podest zu fahren: „Die BMW in der Klasse sind sehr stark, die Fahrer gut und schnell. Ich kann nur auf meinen Heimvorteil und etwas Glück hoffen.“ Das hatte sie schon im ersten Rennen, ebenfalls in Hockenheim: Im ersten Lauf noch Fünfte, im zweiten Lauf schon Zweite. „Damals hatte ich ausgesprochen viel Glück – die Konkurrenten haben sich gegenseitig aus dem Rennen gekegelt. Darauf will ich jetzt natürlich nicht bauen, sondern vertraue ausschließlich auf mein Können“, so Vivien Volk vorm Rennen. Die lange Zwangspause hat sie genutzt, um sich körperlich auf die bevorstehende Aufgabe vorzubereiten. Kraft und Ausdauertraining sowie ein Training zur Verbesserung der Koordination standen mehrmals wöchentlich auf dem Plan. Überdies hat sie die Onboardaufnahmen des letzten Rennens gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Philipp Eng exakt und minutiös analysiert, umso noch ein paar Sekunden zu finden. „Philipp weiß, wovon er spricht: Als Starter im Porsche Carrera Cup sitzt er mehr im Rennauto als auf der Couch. Er hat mir schon manch zeitsparenden Tipp gegeben und ich hoffe, dass seine Tipps mir auch diesmal helfen.“
Die Freude auf das bevorstehende Rennen ist groß, das Team fiebert darauf, endlich wieder an den Start zu gehen. „Selbstverständlich freuen wir uns auch darauf, die anderen Teilnehmer der Rennserie wiederzusehen – die DMV TCC ist wie eine große Familie, jedes Rennen wie ein Familientreffen. Was wir auf jeden Fall brauchen, ist gutes Wetter. Die Sintflut der vergangenen Tage vertreibt selbst uns Enthusiasten den Spaß am Motorsport.“
 
Text: Redaktionsbüro Meuren


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